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Insights · März 2026

kampfjets, gewürze & leere wohnungen

Warum ein Team aus Graz Eurofighter filmt, Gewürzhäuser begehbar macht und mit KI leere Wohnungen inszeniert.

drei welten, ein team

Wenn man uns sechzehn Jahre lang an einem Tisch durchspielt, kommt eine seltsame Mischung heraus. Wir filmen für das Bundesheer im Cockpit eines Eurofighter Typhoon und produzieren am selben Quartal interaktive Produktviewer für Holzelement-Fassaden. Wir machen einen Gewürzladen in Graz mit Google Street View begehbar — und parallel inszenieren wir mit unserer eigenen AI-Plattform leere Mietwohnungen für Maklerinnen.

Das ist kein Streumuster, das ist die Form, die Visualisierung in unserer Hand angenommen hat.

der rote faden

Was diese Projekte verbindet, ist eine einzige Frage: Wer profitiert davon, dass etwas sichtbar wird, das vorher nicht sichtbar war? Beim Bundesheer-Recruiting ist die Antwort Schulklassen, die nicht im Cockpit stehen können. Beim Gewürzhaus ist es der Mensch, der entscheidet, ob er sein Wochenend-Risotto-Projekt dort startet. Bei der Wohnung ist es die Maklerin, die ohne Möbel keinen Termin bekommt.

Jedes Projekt ist eine Verschiebung der Schwelle. Wer Aluminium-Verarbeitung verstehen will, muss nicht mehr ins Werk fahren. Wer einen Wohnungsschnitt beurteilen will, braucht keinen Bauplan. Wer eine Stadt-Visualisierung sehen will, wartet nicht auf den Spatenstich.

warum graz

Die Frage taucht öfter auf als gedacht: Warum macht ihr das aus Graz, und nicht aus Berlin oder München? Antwort: weil hier die Verdichtung stimmt. Industrie (Andritz, Pewag, AT&S), Architektur (TU, Architekten in der Innenstadt), Immobilien-Bauträger (Pall, ÖWG, daheim) und Behörden sitzen in Tagesdistanz. Wir sind ortsfest, aber wir können jede Branche im Steiermark-Radius bedienen, ohne dass es zur Fluglogistik wird.

Die zweite, weniger romantische Antwort: weil das Netzwerk hält. 95% unserer Aufträge kommen über Empfehlung. In einer Stadt, in der die Wirtschaftskammer, das LKH, die Holzcluster-Initiative und drei Bauträger-Verbände untereinander reden, ist das ein Vorteil, nicht eine Limitierung.

was als nächstes kommt

Das nächste Großthema ist KI im Produktiv-Setup — nicht als Spielerei, sondern als Werkzeug. Magic ist bereits live, und wir lernen täglich, was sich automatisieren lässt, und was nicht. Spatial Player Pro skaliert auf weitere Branchen jenseits Immobilien. Und der Bundesheer-Loop schließt sich gerade um Aufnahmen, die noch nicht öffentlich sind.

Wenn wir in fünf Jahren wieder so einen Artikel schreiben, wird die Themenliste anders sein. Die Frage dahinter bleibt gleich.

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